bridges – Musik verbindet

So wie die Bridge in einem Musikstück zwei musikalische Teile miteinander verbindet und sie zu einem großen Ganzen zusammenfügt, kann Musik die Kluft zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen überwinden und sie zu einer Gruppe zusammen wachsen lassen. Die Grundidee unseres Projektes ist es, die Kraft der Musik zu nutzen, um Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und hier in Deutschland gestrandet sind, zu integrieren, Differenzen zu überwinden und einander verstehen zu lernen.

Wir wollen mit diesem Projekt geflüchteten Musikern ein Gesicht und eine Stimme geben und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion zusammenbringen. Mit der Musik als Brücke wollen wir Differenzen überwinden und Unterschiede kreativ nutzen.

 

Seit Januar 2016 treffen wir uns regelmäßig zum Proben. Ca. 60 beteiligte Musiker – Geflüchtete, Migranten und Einheimische – bilden Ensembles und erarbeiten Stücke unterschiedlicher Stilrichtungen. Außerdem treten wir auch als Bridges-Orchester auf, wofür wir eigens Werke arrangieren bzw. Kompositionen in Auftrag geben. Nach unserem ersten großen gemeinsamen Konzert am 19. April im hr-Sendesaal in Frankfurt treten wir regelmäßig in kleineren und größeren Besetzungen in zahlreichen Konzerten auf.

Bereits nach kurzer Zeit sind internationale Freundschaften unter den Musikern entstanden, die durch Vertrauen, Respekt und gegenseitiges Interesse am Kennenlernen der jeweiligen Andersartigkeit geprägt sind. So wird ein neues, farbenfrohes Bild von Deutschland gezeichnet; so wird Zugehörigkeitsgefühl erzeugt.

Mit „Bridges – Musik verbindet“ zeigen wir, welche großen Potentiale geflüchtete Menschen mitbringen und dass sie diese in unsere Gesellschaft einbringen können und wollen, um damit auch einen Beitrag zur kulturellen Belebung und Weiterentwicklung zu leisten. Wir möchten mit unseren Konzerten einen positiven Beitrag in der Medienberichterstattung und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Flüchtlingen erreichen. Nur so kann die große Herausforderung unserer Zeit schrittweise gelingen. Worte allein sind zu wenig, Taten sind es, die Menschen überzeugen und für sich einnehmen.